15 der 16 Bundesländer hatten sich kürzlich auf eine Reform des Glücksspielstaatsvertrages geeinigt. Lediglich Schleswig-Holstein geht einen eigenen Weg mit einer weiter reichenden Liberalisierung des Glücksspiels. Dort werden wohl ab 2012 an private Anbieter Lizenzen für Online-Lotto, Sportwetten, Online-Poker und Casinospiele vergeben werden können. Das Land rechnet dadurch mit Mehreinnahmen von 60 Milliarden Euro im Jahr.

Lotto-Unternehmer Norman Faber zieht Bilanz der letzten Jahre und erklärt, das in den letzten vier Jahren (seit Einführung des Glücksspielstaatvertrages) die Lotto-Umsätze um ein Drittel eingebrochen seien, in seinem Unternehmen sogar um 50 Prozent. So will er einen Teil seines Firmensitzes nach Glückstadt verlagern, der Standort Bochum soll wohl jedoch erhalten bleiben.

Es wird gemeldet, dass derzeit bis zu 40 Firmen nach Schleswig Holstein kommen wollen, hier ist unter anderem die Rede von Jaxx SE und Tipp24.

Die endgültige Unterzeichnung des Glücksspielstaatsvertrages ist für den 15. Dezember 2012 vorgesehen, nach dem jetzigen Stand werden bundesweit bis zu 20 Lizenzen vergeben werden.